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Was ist Kommunikation?

Meister der Kommunikation
Ex-Präsident Barack Obama ist ein großartiger Kommunikator

Wir alle kommunizieren. Immer. Das hat schon Karl Watzlawick gesagt und damit die Kommunikationswissenschaft mitgeprägt. Doch stimmt das überhaupt? Und wenn wir schon dabei sind: Was ist das eigentlich?

Geheimnis Kommunikation

Der Begriff Kommunikation stammt vom lateinischen communicatio ab‚ was soviel wie Mitteilung bedeutet. Er beschreibt den Austausch oder die Übertragung von Informationen, die auf verschiedene Arten und auf verschiedenen Wegen stattfinden kann. Bei diesem Austausch können nicht nur kleinere und größere Distanzen von einem Individuum zu einem anderen überwunden werden, es geht auch immer um ein gegenseitiges Geben und Nehmen von Erfahrungen, Wissen, Erkenntnis oder Gefühlen. Aus wissenschaftlicher Sicht, ist das aber noch lange nicht alles. In dem Buch Menschliche Kommunikation – Formen, Störungen, Paradoxien1 wird die These aufgestellt, wir seien fast unfähig über Kommunikation zu kommunizieren. Watzlawick und viele andere haben es dennoch nicht unversucht lassen. Zum Glück.

Der Mensch, das soziale Wesen

Neben der ursprünglichen Bedeutung wird Kommunikation auch als soziale Handlung verstanden. Auch technische Aspekte sind nach und nach in den Kommunikationsbegriff mit eingeflossen. Heutzutage kommunizieren nicht mehr nur Menschen mit Menschen, sondern mithilfe von Maschinen – mit Menschen und mit Maschinen. Nicht selten kommunizieren sogar schon Maschinen mit Maschinen, die künstliche Intelligenz macht es möglich. In diesen Fällen werden nicht länger Lebewesen, sondern stattdessen organisierte Einheiten oder Systeme als Kommunikatoren – sowohl Sender als auch Empfänger – angesehen. Zu diesen „Systemen“ gehören aber auch die Disziplinen Journalismus, Publizistik oder Marketing.

Kommunikation ist alltäglich

Im Alltag verläuft Kommunikation scheinbar selbstverständlich. Wir hinterfragen die eigene Art zu kommunizieren nicht. Erst wenn es nicht so funktioniert, wie wir uns das vorstellen, wird Kommunikation zum Objekt unserer Aufmerksamkeit. Die Kommunikationswissenschaft stellt die Frage, unter welchen Bedingungen Kommunikation abläuft; wie sie funktioniert oder eben nicht. Wie Watzlawick erkannt hat, können wir tatsächlich nicht nicht kommunizieren. Wir geben Signale, egal ob wir sprechen oder gerade nichts sagen wollen. In der Verhaltenstheorie wird Kommunikation als Prozess gegenseitigen Aufeinandereinwirkens angesehen. Was für ein Wort! Sobald wir jemandem Aufmerksamkeit schenken, wirkt der- oder diejenige auf uns ein. Selbst Ausnahmefälle wie Komapatienten oder Autisten geben Signale, wenn auch meist nicht bewusst.

Einfach gesagt

Die zwischenmenschliche Kommunikation ist die Grundlage unserer Gesellschaft. Der Kit menschlichen Zusammenlebens. Wir sprechen, agieren, deuten und geben unseren Mitmenschen damit Zeichen. Es ist ein gemeinsames Grundverständnis von Nöten, damit beide Seiten diese Zeichen auch gleich deuten und adäquat darauf reagieren können. Geben wir uns einen Ruck und versuchen wir doch unsere Zeichen genauer zu betrachten. War es missverständlich? War es doppeldeutig oder für das Gegenüber gar kränkend? Mit vermehrter Achtsamkeit würden viele Kommunikationsprobleme gar nicht auftauchen. Das gilt besonders für unserer Wortwahl in der E-Mail-Kommunikation. Denken Sie darüber nach, bevor sie wieder durchgehend in Großbuchstaben schreiben oder an jeden Satz drei Rufzeichen anhängen. Na stimmt doch!!! Oder???

Buchtipps
Watzlawick Buch über Kopmmunikation

Janet H. Beavin, Don D. Jackson, Paul Watzlawick: Menschliche Kommunikation – Formen, Störungen, Paradoxien. (13., unveränderte Auflage).Bern: Hogrefe, 2017. ISBN 978-3-456-85745-9

Buch: Psychologie der Kommunikation

Jessica Röhner, Astrid Schütz: Psychologie der Kommunikation. Berlin: Springer, 2020. ISBN: 978-3662613375.

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